Prozesskostenhilfe Bewilligung für die Zwangsvollstreckung

    Prozesskostenhilfe Bewilligung für die Zwangsvollstreckung

    Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihr Zwangsvollstreckungsverfahren selbst zu finanzieren, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen Prozesskostenhilfe bei Gericht beantragen.

    Beschreibung

    Die Prozesskostenhilfe bietet Ihnen als bedürftiger Person eine finanzielle Unterstützung im Zwangsvollstreckungsverfahren. Sie können dadurch von der Zahlung von Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren befreit werden bzw. diese in Raten zahlen. Die Rechtsanwaltskosten der Gegenpartei müssen Sie im Falle eines Unterliegens aber auch bei der Bewilligung von Prozesskostenhilfe erstatten. Eine eigene Rechtsanwältin oder einen eigenen Rechtsanwalt bekommen Sie nur beigeordnet, wenn die Vertretung durch eine Rechtsanwältin/einen Rechtsanwalt wegen der Schwierigkeit, des Umfangs oder der Bedeutung der Sache erforderlich erscheint.

    Die Prozesskostenhilfe müssen Sie bei Gericht beantragen. Für die Gewährung müssen verschiedene Voraussetzungen vorliegen. Bei der Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen erfasst eine Bewilligung von Prozesskostenhilfe pauschal alle Vollstreckungshandlungen im Bezirk des Vollstreckungsgerichts; im Übrigen kann diese nur für einzelne Vollstreckungshandlungen gewährt werden.

    Zuständigkeit

    Die Prozesskostenhilfe müssen Sie bei Gericht beantragen

    Ansprechpartner

    Amtsgericht Wennigsen

    Adresse

    Hausanschrift

    Hülsebrinkstraße 1

    30974 Wennigsen (Deister)

    Öffnungszeiten

    Montag bis Donnerstag, 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Freitag 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr

    Kontakt

    Telefon Festnetz: 05103 7059-0

    Fax: 05103 7059-108

    E-Mail: poststelle@ag-wen.niedersachsen.de

    Internet

    Version

    Technisch geändert am 29.12.2022

    Sprachversion

    Deutsch

    Sprache: de

    Landgericht Hannover

    Adresse

    Hausanschrift

    Volgersweg 65

    30175 Hannover

    Öffnungszeiten

    Montag bis Donnerstag: 09:00 Uhr bis 15:00 (von Juni bis August bis 15:00 Uhr) Freitag und an Arbeitstagen vor Feiertagen: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr Telefonisch erreichen Sie das Landgericht Hannover Montag bis Donnerstag: 09:00 bis 12:00 Uhr und 14:00 bis 15:30 Uhr Freitag und an Arbeitstagen vor Feiertagen: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr Eilanträge, die am Freitag oder vor Feiertagen eingereicht und bearbeitet werden sollen, müssenvor 12:00 Uhr schriftlich oder per Fax eingegangen sein. Die Kernzeit endet freitags und vor Feiertagen um 12:00 Uhr. Bitte berücksichtigen Sie, dass die Mitarbeiter des Landgerichts teilweise nur vormittags anwesend sind bzw. Gleitzeiten in Anspruch nehmen können, so dass sie außerhalb der Kernzeiten (09:00 Uhr bis 12:00 Uhr, 14:00 Uhr bis 15.30 Uhr) ggf. nicht erreichbar sind.

    Kontakt

    Telefon Festnetz: 0511 347-0

    E-Mail: lgh-poststelle@justiz.niedersachsen.de

    Version

    Technisch geändert am 16.08.2023

    Sprachversion

    Deutsch

    Sprache: de

    erforderliche Unterlagen

    • Antrag gegenüber dem Gericht (kein besonderes Formular notwendig), in dem Sie die beabsichtigte Zwangsvollstreckung oder die Verteidigung gegen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erläutern.
    • Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse (das Formular ZP 1a muss verwendet werden; beachten Sie bitte auch das dazugehörige Hinweisblatt).

    Formulare

    Voraussetzungen

    • Erfolgsaussichten

    Die beabsichtigte Zwangsvollstreckung oder Verteidigung gegen eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme muss hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten. Sind Sie die oder der Gläubiger(in), so berücksichtigt das Gericht hierbei aber insbesondere, dass die Erfolgsaussichten von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen im Vorhinein regelmäßig nicht zuverlässig beurteilt werden können.

    • keine Mutwilligkeit

    Die Verfolgung oder Verteidigung des Rechts darf nicht mutwillig sein. Mutwilligkeit liegt vor, wenn eine vernünftige Person in Ihrer Situation von der Rechtsverfolgung oder -verteidigung absehen würde, wenn sie die Kosten selbst aufbringen müsste. Dies kann im Rahmen der Zwangsvollstreckung z. B. der Fall sein, wenn Vollstreckungsversuche bereits mehrfach ohne Erfolg geblieben sind.

    • Persönliche und wirtschaftliche Voraussetzungen

    Sie müssen bedürftig sein, d. h. Sie können die Kosten für das gerichtliche Verfahren nicht oder nur teilweise aufbringen.

    Zur Finanzierung eines gerichtlichen Verfahrens müssen Sie auch auf Ihr Vermögen (insbesondere Ersparnisse) zurückgreifen, soweit Ihnen dies zumutbar ist. Eine bestehende Rechtsschutzversicherung und Organisationen, bei denen Sie Mitglied sind und die ihren Mitgliedern Rechtsschutz gewähren (z. B. Gewerkschaften), müssen ebenfalls vorrangig in Anspruch genommen werden. Dasselbe gilt für Personen, die Ihnen zum Unterhalt verpflichtet sind, z. B. Ehepartner(innen).

    Außerdem haben Sie Ihr (Netto-)Einkommen einzusetzen. Von diesem werden allerdings zu Ihren Gunsten verschiedene Beträge abgezogen, z. B. Wohnkosten oder bestimmte Freibeträge, wenn Sie z. B. erwerbstätig sind oder Unterhalt zu leisten haben. Die genaue Berechnung des "einzusetzenden Einkommens" kann in Einzelfällen kompliziert sein und wird vom Gericht anhand der von Ihnen im Formular ZP 1a  versicherten Angaben vorgenommen.

    Rechtsgrundlage(n)

    Rechtsbehelf

    Sofortige Beschwerde gemäß § 127 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. §§ 567 ff. ZPO

    Verfahrensablauf

    Die Prozesskostenhilfe müssen Sie bei dem für das Zwangsvollstreckungsverfahren zuständigen Amtsgericht schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle beantragen. Prinzipiell ist dies auch elektronisch möglich; bitte informieren Sie sich aber über die hierfür erforderlichen Voraussetzungen, eine einfache E-Mail genügt nicht! 

    Dem Antrag ist die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse (Formular ZP 1a)  beizufügen.

    Das Gericht wird in aller Regel ohne mündliche Verhandlung über den Antrag entscheiden.

    Sollte Ihr Antrag (teilweise) abgelehnt werden, so können Sie hiergegen in vielen Fällen mit der sofortigen Beschwerde vorgehen.

    Kosten

    Gerichtsgebühren entstehen im Prozesskostenhilfebewilligungsverfahren nicht. Wenden Sie sich erfolglos gegen eine ablehnende Prozesskostenhilfeentscheidung, so fällt für das Beschwerdeverfahren eine Gerichtsgebühr an. Rechtsanwaltsgebühren können für das Bewilligungsverfahren und das Beschwerdeverfahren anfallen, wenn Sie hierfür einen Rechtsanwalt beauftragen. Sollten Sie unterliegen, haben Sie die Ihrem Gegner entstandenen Kosten auch im Falle der Bewilligung von Prozesskostenhilfe zu erstatten.

    Gültigkeitsgebiet

    Niedersachsen

    Fachliche Freigabe

    Fachlich freigegeben am 16.03.2022

    Version

    Technisch geändert am 01.03.2024

    Stichwörter

    Gerichtskosten, Beratungsschein

    Sprachversion

    Englisch

    Sprache: en

    Sprachbezeichnung nativ: English

    Deutsch

    Sprache: de