Personalentwicklung

Personalentwicklung in der Landesverwaltung

Gesellschaftliche Entwicklungen und Veränderungen beeinflussen unmittelbar die Ansprüche an eine funktionierende Verwaltung, die ihrerseits ihr Verwaltungshandeln auch für die Zukunft nur sichern und verbessern kann, wenn sich das Land Hessen als Dienstherr und Arbeitgeber zu einer kontinuierlichen und systematischen Personalentwicklung bekennt.

Hierfür können bestimmte, in regelmäßigen Abständen zu aktualisierende Konzepte im Bereich Personalentwicklung in der Landesverwaltung beispielhaft aufgeführt werden: 

  • Das Rahmenkonzept Personalentwicklung in der Hessischen Landesverwaltung,
  • die Grundsätze über Zusammenarbeit und Führung in der Hessischen Landesverwaltung,
  • die Richtlinien zur Förderung der Rotation der Beschäftigten des höheren Dienstes in der Landesverwaltung sowie
  • die Grundsätze Vorgesetztenrückmeldung in der Hessischen Landesverwaltung.

Dabei bildet das Rahmenkonzept Personalentwicklung in der Hessischen Landesverwaltung die Grundlage für behörden- und ggf. ressort- oder fachverwaltungsbezogene Personalentwicklungskonzepte, um Maßstäbe für eine landeseinheitliche Personalentwicklung und zukunftsfähige Verwaltung festzulegen. Es enthält Vorgaben, an denen sich einzelne Organisationseinheiten in der Landesverwaltung beim Aufbau von Strukturen in der Personalentwicklung orientieren sollen. Das Rahmenkonzept Personalentwicklung legt Inhalte, Ziele und Verantwortlichkeiten der Personalentwicklung fest und enthält Ausführungen zu Themen wie beispielsweise Maßnahmen zur Gewinnung von Personal sowie zur Mitarbeiterbindung mit Inhalten wie Fortbildung, wertschätzende Führungskompetenz und –kultur, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Gesundheit am Arbeitsplatz.

Rahmenkonzept Personalentwicklung

Die Grundsätze über Zusammenarbeit und Führung in der Hessischen Landesverwaltung beschreiben die Aufgaben der Führungskräfte wie auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und legen fest, in welcher Weise die Zusammenarbeit gestaltet werden soll. Hierfür enthalten sie Handlungsempfehlungen, die eine Orientierung für eine zielorientierte, Mitarbeiterbezogene, situationsbestimmte Führung und Zusammenarbeit bieten. Dabei handelt es sich um Themen wie vertrauensvolle Zusammenarbeit, Motivation, Anerkennung und Kritik, Förderung und Fortbildung, Delegation, Zielvereinbarungen, Gemeinsame Konfliktbewältigung und Kommunikation. Auch wird das Führen von Jahresgesprächen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeitern mit bestimmten zu thematisierenden Themen verbindlich vorgeschrieben.

Grundsätze über Zusammenarbeit und Führung in der Hessischen Landesverwaltung

Die Richtlinien zur Förderung der Rotation der Beschäftigten des höheren Dienstes in der Landesverwaltung (MobilitätsRL) unterstützen den Erwerb von vielfältigen Erfahrungen der Beschäftigten, insbesondere der Führungskräfte, durch verschiedene Arbeits- und Aufgabenwechsel. Diese Erfahrungen sind wichtig, um den ständig wachsenden und komplexer werdenden Anforderungen an die öffentliche Verwaltung gerecht zu werden und enthalten gleichzeitig die Chance der persönlichen Weiterentwicklung.

Zur Unterstützung der Bereitschaft zur Mobilität wird ein spezielles, landesweites Rotationsverfahren zur Verfügung gestellt. Auf einer dafür bereit gestellten Plattform im Mitarbeiterportal werden Rotationsangebote auch für Angehörige des gehobenen Dienstes eingestellt. Hierfür ist der Vordruck für die Ausschreibung im landesweiten Rotationsverfahren zu verwenden (vgl. Anlage 1 zu den MobilitätsRL).

Richtlinien zur Förderung der Rotation der Beschäftigten des höheren Dienstes in der Landesverwaltung (Mobilitätsrichtlinien)

Die Grundsätze Vorgesetztenrückmeldung in der Hessischen Landesverwaltung sehen eine regelmäßige und anonymisierte Einschätzung des Führungsverhaltens der Vorgesetzten durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Hilfe eines einheitlichen Verfahrens und standardisierten Fragebögen vor.

Zur Durchführung der Vorgesetztenrückmeldung sind ein Fragebogen, ein Selbsteinschätzungsbogen sowie ein Meldebogen zu verwenden. Die beiden Fragebögen enthalten drei Bereiche des Führungsverhaltens wie „Persönliche Eigenschaften“, „Zusammenarbeit und Führung“ sowie Wertschätzung und Verantwortung und bestehen aus insgesamt 33 Fragen. Dabei erfolgt die Selbsteinschätzung ausschließlich zur eigenen Verwendung und ermöglicht einen Vergleich der Ergebnisse, um gegebenenfalls Unterschiede zwischen Selbsteinschätzung und Fremdbewertung über das eigene Führungsverhalten zu verdeutlichen. Über die Ergebnisse sind Gespräche mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen. Der von den Vorgesetzten auszufüllende Meldebogen dokumentiert die durchgeführte Vorgesetztenrückmeldung in der jeweiligen Organisationseinheit einschließlich des geführten Gesprächs und ist nach Abschluss der Personalstelle vorzulegen.

Die Befragung wird grundsätzlich alle 3 Jahre durchgeführt. Der letzte Durchgang der Vorgesetztenrückmeldung endete offiziell am 30.Juni 2019.

Vorgesetztenrückmeldung

Grundsätze der Vorgesetztenrückmeldung in der Hessischen Landesverwaltung

Downloads: 

Rahmenkonzept Personalentwicklung in der Hessischen Landesverwaltung.
Richtlinien zur Förderung der Rotation der Beschäftigten des höheren Dienstes in der Landesverwaltung (Mobilitätsrichtlinien).
Richtlinien zur Förderung der Rotation der Beschäftigten des höheren Dienstes in der Landesverwaltung Anlage 1 Vordruck für Ausschreibungen im landesweiten Rotationsverfahren.
Grundsätze der Vorgesetztenrückmeldung in der Hessischen Landesverwaltung.
Die hessische Landesregierung hat am 11. Juni 2018 die aktualisierten Grundsätze über Zusammenarbeit und Führung in der hessischen Landesverwaltung beschlossen.