Erweiterungsfaktoren

Erweiterungsfaktor gemäß § 10 ARegV

Ändert sich während der Regulierungsperiode die Versorgungsaufgabe des Netzbetreibers nachhaltig, wird dies bei der Bestimmung der Erlösobergrenze durch einen Erweiterungsfaktor gemäß § 10 Abs. 1 ARegV berücksichtigt.

Die Versorgungsaufgabe bestimmt sich nach der Fläche des versorgten Gebietes und den von den

Netzkunden bestimmten Anforderungen an die Versorgung mit Strom und Gas, die sich auf die Netzgestaltung unmittelbar auswirken.

Eine nachhaltige Änderung der Versorgungsaufgabe i.S.d. § 10 Abs. 1 ARegV liegt vor, wenn sich einer oder mehrere der Parameter

  1. Fläche des versorgten Gebietes,
  2. Anzahl der Anschlusspunkte in Stromversorgungsnetzen und der Ausspeisepunkte in Gasversorgungsnetzen,
  3. Jahreshöchstlast oder
  4. sonstige von der Regulierungsbehörde nach § 32 Abs. 1 Nr. 3 festgelegte Parameter

im Antragszeitpunkt dauerhaft und in erheblichem Umfang geändert haben. Von einer Änderung in erheblichem Umfang ist in der Regel auszugehen, wenn sich dadurch die Gesamtkosten des Netzbetreibers nach Abzug der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile um mindestens 0,5 Prozent erhöhen.

Themen in der Übersicht

Genehmigungen

Verteilnetzbetreiber können eine Anpassung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze aufgrund der Berücksichtigung eines Erweiterungsfaktors beantragen. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht der stattgegebenen Verwaltungsverfahren.

Mehr zu Genehmigungen

Verwendung anderer Parameter

Die Landesregulierungsbehörde hat das Verfahren zur Festlegung der Verwendung anderer Parameter zur Ermittlung des Erweiterungsfaktors nach § 10 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 ARegV abgeschlossen. Der vollständige Text steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

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