Effizienzwerte

Effizienzwerte der Netzbetreiber im Rahmen der Anreizregulierung der Energieversorgungsnetze

Die Ermittlung der unternehmensindividuellen Effizienz gem. §§ 12 – 14 der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) ist ein wesentliches Element der Anreizregulierung. Anhand statistischer Methoden werden die Kosten der Netzbetreiber zu deren Versorgungsaufgabe in Beziehung gesetzt. In einem von der Bundesnetzagentur durchgeführten bundesweiten Vergleich wird sodann berechnet, in welchem Verhältnis das Kostenniveau der einzelnen Netzbetreiber zu deren Versorgungsaufgabe steht; die Verhältnisse bei den Netzbetreibern werden sodann untereinander verglichen. Der – in Prozentwerten ausgedrückte - unternehmensindividuelle Effizienzwert ist umso höher, je niedriger die Kosten in Bezug auf die Versorgungsaufgabe sind. 100 % bedeutet dabei höchste Effizienz.

Auf Antrag hat die Regulierungsbehörde ferner geprüft, ob vom Netzbetreiber nachgewiesene Besonderheiten der Versorgungsaufgabe bestehen, die im Effizienzvergleich durch die Auswahl der Parameter nach § 13 Abs. 3 und 4 ARegV nicht hinreichend berücksichtigt wurden, und dies die nach § 14 Abs. 1 Nr. 1 und 2 ARegV ermittelten Kosten um mindestens 3 Prozent erhöht.

Gemittelte Effizienzwerte für das Vereinfachte Verfahren in der 2. Regulierungsperiode gemäß § 24 Abs. 2 Satz 2 Anreizregulierungsverordnung

Nach § 24 Abs. 4 Satz 5 Anreizregulierungsverordnung (ARegV) veröffentlicht die Landesregulierungsbehörde den ermittelten und gemittelten Effizienzwert.

Gemäß § 24 Abs. 2 Satz 2 ARegV wird ab der zweiten Regulierungsperiode der für die Strom- und Gasnetzbeteiber im Vereinfachten Verfahren zu berücksichtigende Effizienzwert als gewichteter durchschnittlicher Wert aller in dem bundesweiten Effizienzvergleich nach den §§ 12 bis 14 ARegV für die vorangegangene Regulierungsperiode ermittelten und nach § 15 Abs.1 ARegV bereinigten Effizienzwerte gebildet.

Als Gewichtungsfaktor wurden von der Bundesnetzagentur die Aufwandsparameter mit nicht standardisierten Kapitalkosten (d.h. die Ausgangsbasis nach Abzug der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kostenanteile) herangezogen, da diese direkt in die Erlösobergrenze einfließen und deren Höhe unmittelbar bestimmen.

Die gemittelten Effizienzwerte ergeben sich nach der Gewichtung, für den Strom- und Gasbereich getrennt, wie folgt:

                   Netzbetreiber Strom: 96,14 %.

                   Netzbetreiber Gas: 89,97 %.

Diese Werte werden somit im Vereinfachten Verfahren für die Festlegung der Erlösobergrenze in der zweiten Regulierungsperiode von der Landesregulierungsbehörde berücksichtigt.

Bundesweiter Effizienzvergleich der Elektrizitätsverteilernetzbetreiber der 2. Regulierungsperiode gemäß §§ 12 und 14 Anreizregulierungsverordnung

Im bundesweiten Effizienzvergleich der Elektrizitätsverteilernetzbetreiber der 2. Regulierungsperiode (2014 bis 2018) sind die Daten aller Netzbetreiber im Regelverfahren zu berücksichtigen. Im Rahmen des bundesweiten Effizienzvergleichs der Elektrizitätsverteilernetzbetreiber der 2. Regulierungsperiode gemäß §§ 12 und 14 ARegV wurden die unternehmensindividuellen Effizienzwerte durch die Bundesnetzagentur ermittelt. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Effizienzvergleichs wird auf den Bericht Effizienzvergleich für Verteilernetzbetreiber Strom 2013 verwiesen.

Das von der Bundesnetzagentur in Auftrag gegebene Gutachten Effizienzvergleich für Verteilernetzbetreiber Strom steht unten auf dieser Seite als Download zur Verfügung.